Kleidung

Wer produziert unsere Kleidung? Und unter welchen Bedingungen?

122 Euro pro Monat – so viel Geld gab jeder Haushalt in Deutschland 2018 durchschnittlich für Bekleidung aus. Hinter diesem Betrag stecken die tagtäglichen Handgriffe von zig Millionen Menschen weltweit, die in der Textilproduktion arbeiten. Allein in der industriellen Bekleidungsproduktion waren 2019 schätzungsweise bis zu 75 Millionen Arbeiter*innen beschäftigt. Hinzu kommen all die Menschen, die auf Baumwollplantagen und Erdölfeldern, in Spinnereien, Webereien und Färbereien arbeiten. Vorsichtige Schätzungen gehen hierbei von rund 430 Menschen aus - ein Achtel aller erwerbstätigen Menschen! 

Die in der Regel unsichtbaren Arbeiter*innen stehen nur selten und dann sehr kurzfristig im Fokus der Öffentlichkeit: zumeist bei großen Fabrikunglücken. 2012 brannte in Pakistan die Textilfabrik Ali Enterprises – über 250 Menschen starben. 2013 stürzte in Bangladesch das Gebäude Rana Plaza mit fünf Textilfabriken ein – über 1.100 Menschen starben.

Systematische Menschenrechtsverletzungen in der Kleidungsindustrie

Doch trotz der kurzen Aufmerksamkeit durch Politik und Öffentlichkeit nach Großunglücken, sind Menschenrechtsverletzungen in der Modeindustrie leider nach wie vor alltäglich: Armutslöhne sind ein ebenso großes Problem wie fehlende Arbeitsverträge, Gender-Diskriminierung oder Ausbeutung von Migrant*innen. Um bessere Verhältnisse erkämpfen zu können, müssen Arbeiter*innen sich zusammenschließen – denn allein stehen sie auf verlorenem Posten. Doch in vielen Produktionsländern steht es nicht nur um öffentliche Sicherungssysteme und Arbeitsrechte schlecht, häufig wird auch die Gewerkschaftsfreiheit unterdrückt.

122 Euro pro Monat – so viel Geld gab jeder Haushalt in Deutschland 2018 durchschnittlich für Bekleidung aus. Hinter diesem Betrag stecken die tagtäglichen Handgriffe von zig Millionen Menschen weltweit, die in der Textilproduktion arbeiten. Allein in der industriellen Bekleidungsproduktion waren 2019 schätzungsweise bis zu 75 Millionen Arbeiter*innen beschäftigt. Hinzu kommen all die Menschen, die auf Baumwollplantagen und Erdölfeldern, in Spinnereien, Webereien und Färbereien arbeiten. Vorsichtige Schätzungen gehen hierbei von rund 430 Menschen aus - ein Achtel aller erwerbstätigen Menschen! 

Die in der Regel unsichtbaren Arbeiter*innen stehen nur selten und dann sehr kurzfristig im Fokus der Öffentlichkeit: zumeist bei großen Fabrikunglücken. 2012 brannte in Pakistan die Textilfabrik Ali Enterprises – über 250 Menschen starben. 2013 stürzte in Bangladesch das Gebäude Rana Plaza mit fünf Textilfabriken ein – über 1.100 Menschen starben.

Systematische Menschenrechtsverletzungen in der Kleidungsindustrie

Doch trotz der kurzen Aufmerksamkeit durch Politik und Öffentlichkeit nach Großunglücken, sind Menschenrechtsverletzungen in der Modeindustrie leider nach wie vor alltäglich: Armutslöhne sind ein ebenso großes Problem wie fehlende Arbeitsverträge, Gender-Diskriminierung oder Ausbeutung von Migrant*innen. Um bessere Verhältnisse erkämpfen zu können, müssen Arbeiter*innen sich zusammenschließen – denn allein stehen sie auf verlorenem Posten. Doch in vielen Produktionsländern steht es nicht nur um öffentliche Sicherungssysteme und Arbeitsrechte schlecht, häufig wird auch die Gewerkschaftsfreiheit unterdrückt.

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Interview mit INKOTA-Referent Berndt Hinzmann zu den sozialen und ökologischen Missständen in der Kleidungs- und Schuhproduktion.

Deshalb setzen wir uns in Deutschland dafür ein, dass deutsche Modeunternehmen die Menschenrechte entlang ihrer Lieferketten wahren und den Arbeiter*innen existenzsichernde Löhne zahlen. So ist INKOTA eine der deutschen Trägerorganisation der Kampagne für Saubere Kleidung, in der sich international über 300 Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und kirchliche Gruppen zusammengeschlossen haben. Auch die Initiative Lieferkettengesetz haben wir maßgeblich angestoßen. Und in den Produktionsländern unterstützen wir Arbeiter*innen und Gewerkschaften im Kampf für ihre Rechte und faire Arbeitsbedingungen.

Aktionsflyer
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Flyer: Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?
Aktionsflyer
Flyer: Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?
Der Flyer fasst kurz zusammen, was in der globalen Modeindustrie schiefläuft. Es wird dargestellt, was sich in der Schuh-, Leder- und Textilproduktion dringend ändern muss und welche Forderungen wir an Unternehmen und Politik stellen. Wir geben Einblicke in INKOTAs Engagement in Indien und zeigen au...

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