Nicaragua

Der ehemalige Revolutionsheld Daniel Ortega spaltet das Land. Nach 16 Jahren 2007 wieder an die Macht gekommen, kritisieren heute große Teile der Bevölkerung die autoritäre Politik seiner FSLN-Regierung und werfen ihr systematische Menschenrechtsverletzungen, Korruption, Vetternwirtschaft und Wahlbetrug vor.

Die aktuellen INKOTA-Projekte zur ländlichen Entwicklung, Frauenförderung und Umweltschutz wollen einen Beitrag zur Überwindung der noch immer weit verbreiteten Armut leisten. Außerdem unterstützen wir die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und staatlicher Repression.

Rechtsbeistand und Versorgung für Geflüchtete und politische Gefangene

Seit Beginn der schweren Unruhen in Nicaragua im April 2018 wurden hunderte Protestierende aus politischen Gründen inhaftiert. Zehntausende sind vor der Gewalt aus dem Land geflohen. Unser Projektpartner Popol Na unterstützt die Opfer von Menschenrechtsverletzungen, die von Repression betroffen oder untergetaucht sind, sowie politische Gefangene und ihre Familienangehörigen. Die Hilfe umfasst sowohl logistische und materielle Unterstützung, als auch juristische und psychosoziale Begleitung. Darüber hinaus fördert Popol Na die Organisation der Demokratie-
bewegungen, u.a. durch Seminare zum gewaltfreien
Handeln.

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Neue Perspektiven für Kleinbäuerinnen in Nicaragua

Die Organisation APADEIM hat es sich zur Aufgabe gemacht, Landfrauen im Landkreis El Viejo zu stärken und neue Perspektiven in den ländlichen Gemeinden zu schaffen. Durch das Projekt erhalten insgesamt 30 Promotorinnen aus 10 Landgemeinden Fortbildungen zur Hühner- und Schweinehaltung, Gemüse- und Obstanbau, nachhaltiger Bodenbearbeitung und Vermarktung. Ihr erlangtes Wissen geben sie im Anschluss durch Workshops an weitere 160 Projektteilnehmerinnen weiter. 

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Kleinbäuerliche Familien in Nicaragua nehmen es selbst in die Hand!

Der Landkreis San Ramón ist von Armut geprägt. Die meisten Familien leben von ihren eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Doch ihre Felder sind klein und liegen zumeist an steilen Hängen. Die Region ist stark entwaldet und wird immer wieder von Erdrutschen heimgesucht. Zugang zu Wasser für die Bewässerung haben nur die Wenigsten. Trotz der schlechten Ausgangsbedingungen ist unser Projektpartner ODESAR zuversichtlich, dass die kleinbäuerlichen Familien den Weg aus der Armut schaffen können.

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Ernährung sichern in der Großstadt Managua

Überall auf der Welt erlebt das urbane Gärtnern gerade einen Aufschwung. Während dieser Trend vielerorts ein exotisches Hobby ist, hat er in Ländern wie Nicaragua eine ganz andere Bedeutung. Die INKOTA-Partnerorganisation CAPRI unterstützt Frauen in der Großstadt Managua dabei, kleine Satdgärten einzurichten, damit sie so die Ernährung ihrer Familien sichern und sich durch den Verkauf ihrer Produkte ein kleines Einkommen sichern können.

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Ein Frauenzentrum in Nicaragua macht es möglich

Ökonomische Unabhängigkeit, Selbstorganisation und Selbstbewusstsein werden in diesem Projekt untrennbar zusammengedacht. Dieser Ansatz macht Xochilt Acalt zu einem besonderen Ort der Emanzipation.

Ziel des Frauenzentrums ist es, der Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen entgegenzuwirken und so einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Dass dies nicht nur leere Worte sind, wird an den Geschichten der Frauen von Xochilt Acalt deutlich.

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