Nicaragua

Der ehemalige Revolutionsheld Daniel Ortega spaltet das Land. Nach 16 Jahren 2007 wieder an die Macht gekommen, kritisieren viele in den Städten die autoritäre Politik seiner FSLN-Regierung und werfen ihr Wahlbetrug bei den Gemeindewahlen im November 2008 vor.

Für viele auf dem Land stellen dagegen die Sozialprogramme eine Hoffnung dar. Doch die Armut ist groß und die Wirkung der Programme begrenzt.

Auch die aktuellen INKOTA-Projekte zur ländlichen Entwicklung, Frauenförderung und Umweltschutz wollen einen Beitrag zur Überwindung dieser Armut leisten.

Rechtsbeistand und Versorgung für Geflüchtete und politische Gefangene

Seit Beginn der schweren Unruhen in Nicaragua im April 2018 wurden hunderte Protestierende aus politischen Gründen inhaftiert. Zehntausende sind vor der Gewalt aus dem Land geflohen. Unser Projektpartner Popol Na unterstützt die Opfer von Menschenrechtsverletzungen, die von Repression betroffen oder untergetaucht sind, sowie politische Gefangene und ihre Familienangehörigen. Die Hilfe umfasst sowohl logistische und materielle Unterstützung, als auch juristische und psychosoziale Begleitung. Darüber hinaus fördert Popol Na die Organisation der Demokratiebewegungen, u.a. durch Seminare zum gewaltfreien Handeln.

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Kleinbäuerliche Familien nehmen ihre Geschicke in die Hand

Im Leben von Marco López hat sich seit 2014 viel verändert. Seitdem ist die INKOTA-Partnerorganisation Odesar in seiner Gemeinde Azancor im Landkreis San Ramón im Norden Nicaraguas mit einem von uns unterstützten Projekt aktiv. Marco López hat an zahlreichen Weiterbildungen teilgenommen und leistet nun als agrarökologischer Promotor landwirtschaftliche Beratungsdienste für seine NachbarInnen und beteiligt sich an der Organisation einer gemeinschaftlichen Saatgutbank.

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Ernährung sichern in der Großstadt Managua

Überall auf der Welt erlebt das urbane Gärtnern gerade einen Aufschwung. Während dieser Trend vielerorts ein exotisches Hobby ist, hat er in Ländern wie Nicaragua eine ganz andere Bedeutung. Die INKOTA-Partnerorganisation CAPRI unterstützt Frauen in der Großstadt Managua dabei, kleine Satdgärten einzurichten, damit sie so die Ernährung ihrer Familien sichern und sich durch den Verkauf ihrer Produkte ein kleines Einkommen sichern können.

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Ein Frauenzentrum macht es möglich

Ökonomische Unabhängigkeit, Selbstorganisation und Selbstbewusstsein werden in diesem Projekt untrennbar zusammengedacht. Dieser Ansatz macht Xochilt Acalt zu einem besonderen Ort der Emanzipation.

Ziel des Frauenzentrums ist es, der Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen entgegenzuwirken und so einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Dass nicht nur leere Worte sind, wird an den Geschichten der Frauen von Xochilt Acalt deutlich.

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Mit Kleinkrediten Alternativen schaffen

Die Frauenorganisation APADEIM aus El Viejo hat jahrelange Erfahrungen im Kampf gegen Gewalt und sexuelle Unterdrückung von Frauen. Nun wollen Projekt-Teilnehmerinnen erstmals die Verbesserung ihrer ökonomischen Grundlagen angehen. Kleinkredite sollen ihnen helfen, durch Gemüseanbau und Tierhaltung die Ernährung zu sichern und kleine Einkommen zu schaffen.

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