„Der kleine Floh Lateinamerikas“ wird El Salvador auch genannt. Das flächenmäßig kleinste und am dichtesten besiedelte Land Lateinamerikas hat noch einen weiteren Superlativ zu bieten: gleich mehrmals in den letzten Jahren war es das gewalttätigste Land der Welt. Eine Gewalt, die viel mit der enormen sozialen Ungleichheit zu tun hat, die das Land seit Generationen prägt. Auch der Bürgerkrieg, dem zwischen 1980 und 1992 mehr als 70.000 Menschen zum Opfer fielen, hat hier eine seiner wichtigsten Ursachen. 

„Der kleine Floh Lateinamerikas“ wird El Salvador auch genannt. Das flächenmäßig kleinste und am dichtesten besiedelte Land Lateinamerikas hat noch einen weiteren Superlativ zu bieten: gleich mehrmals in den letzten Jahren war es das gewalttätigste Land der Welt. Eine Gewalt, die viel mit der enormen sozialen Ungleichheit zu tun hat, die das Land seit Generationen prägt. Auch der Bürgerkrieg, dem zwischen 1980 und 1992 mehr als 70.000 Menschen zum Opfer fielen, hat hier eine seiner wichtigsten Ursachen. 

Gewalt, Korruption und die Verletzung der Menschenrechte gehören zu den wichtigsten Problemen des Landes. Zu diesen sozialen und politischen Problemen kommt noch eine große Verwundbarkeit gegenüber Naturkatastrophen. Der Klimawandel ist deutlich zu spüren, die Wetterextreme häufen sich. Immer wieder kommt es zu Überschwemmungen durch zu starke Regenfälle oder zu Ernteausfällen, wenn selbst in der Regenzeit über Wochen hinweg der Regen ausfällt.

Starke Zivilgesellschaft

Zum Glück gibt es in El Salvador aber auch eine sehr rege Zivilgesellschaft und viele Menschen, die sich für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen. Zum Beispiel im Kampf um das Menschenrecht auf Wasser: In den letzten haben Jahrzehnten zivilgesellschaftliche Bewegungen mehr als 2.000 unabhängige Wassersysteme erstritten, die inzwischen hunderttausende Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen.

INKOTA arbeitet seit 30 Jahren mit verschiedenen Partnerorganisationen in El Salvador zusammen. Wir unterstützen soziale Bewegungen für Frauenrechten, das Recht auf Wasser und fördern Projekte, die Alternativen zur herkömmlichen Landwirtschaft erproben. Gerade in Zeiten des Klimawandels wird das immer wichtiger. Unsere Projektpartner*innen setzten dabei auf agrarökologische Konzepte, die auch einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität leisten.

Welthungerindex Platz 45 von 117
Human Development Index Platz 124 von 189
GINI-Index (Einkommensverteilung) Platz 95 von 155
Corruption Perception Index 113 von 179
Magazin
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Südlink - Zentralamerika in Bewegung
Südlink 187 - März 2019
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