Digitale Landwirtschaft

Big Data, neue Abhängigkeiten und Ressourcenhunger

Die Digitalisierung ist in aller Munde und aus unserem Alltag ist sie kaum noch wegzudenken, dabei verspricht die Digitale Transformation die Lösung nahezu aller Probleme: Dem Fachkräftemangel wird durch die digitalisierte Arbeitswelt „4.0“ und künstliche Intelligenz begegnet. Die Auswirkungen des Klimawandels könne man mit „smarten digitalen Lösungen“ abbremsen oder gar umkehren und damit ganz nebenbei auch noch die Welt besser ernähren. Die tiefgreifende Veränderung unserer Wirklichkeit und Arbeitswelt hat inzwischen auch die elementarsten Bereiche unseres Lebens erreicht: Die Lebensmittelproduktion.

Seit knapp 15 Jahren pflügt die „Digitale Revolution“ auch den Agrarsektor um, verändert Produktionsweisen, Besitzverhältnisse und somit auch unsere Verbindung zum Acker, zu den Tieren und Pflanzen. Schon längst tragen Kühe digitale Bewegungsmelder und werden von Milchrobotern gemolken. Wetterdaten von Satellitenbildern werden von Computern analysiert und automatisiert zur Hilfe genommen, um zu entscheiden, wann Felder geerntet oder mit welchen Pestiziden sie besprüht werden.

Die Digitalisierung ist in aller Munde und aus unserem Alltag ist sie kaum noch wegzudenken, dabei verspricht die Digitale Transformation die Lösung nahezu aller Probleme: Dem Fachkräftemangel wird durch die digitalisierte Arbeitswelt „4.0“ und künstliche Intelligenz begegnet. Die Auswirkungen des Klimawandels könne man mit „smarten digitalen Lösungen“ abbremsen oder gar umkehren und damit ganz nebenbei auch noch die Welt besser ernähren. Die tiefgreifende Veränderung unserer Wirklichkeit und Arbeitswelt hat inzwischen auch die elementarsten Bereiche unseres Lebens erreicht: Die Lebensmittelproduktion.

Seit knapp 15 Jahren pflügt die „Digitale Revolution“ auch den Agrarsektor um, verändert Produktionsweisen, Besitzverhältnisse und somit auch unsere Verbindung zum Acker, zu den Tieren und Pflanzen. Schon längst tragen Kühe digitale Bewegungsmelder und werden von Milchrobotern gemolken. Wetterdaten von Satellitenbildern werden von Computern analysiert und automatisiert zur Hilfe genommen, um zu entscheiden, wann Felder geerntet oder mit welchen Pestiziden sie besprüht werden.

Position
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Positionspapier Digitalisierung in der Landwirtschaft
Position
Positionspapier Digitalisierung in der Landwirtschaft
Politische Leitplanken für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche digitale Landwirtschaft Schon heute setzen viele Bauern und Bäuerinnen digitale Instrumente ein und sind grundsätzlich offen für digitale Technik. Jedoch wird der aktuelle Diskurs von der (Agrar- und Digital-)Industrie domin...

INKOTA nimmt Landwirtschaft 4.0 kritisch unter die Lupe

Eine kritische Betrachtung kommt bislang zu kurz:

  • Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungsgeschäft?
  • Was bedeutet die Digitalisierung explizit für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und Arbeitende in Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie weltweit?
  • Inwieweit und mit welchen politischen Maßnahmen kann die Digitalisierung für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden?

INKOTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, den weltweiten Großtrend zur Digitalisierung der Landwirtschaft kritisch zu begleiten, Analysen zu liefern und sich für die Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stark zu machen. Mit Broschüren, Positionen, Podcasts und Videos tragen wir Hintergrundinformationen zusammen, um die rasanten Entwicklungen um die Öffentlichkeit über die Chancen und Risiken der digitalen Landwirtschaft zu informieren. 

Podcast: So klingt die Digitalisierung

Der Journalist Peter Kreysler hat sich für INKOTA auf die Spurensuche begeben und die Digitalisierung der Landwirtschaft in einem dreiteiligen Podcast für uns hörbar gemacht. Von Hannover bis ins Silicon Valley ist er dafür gereist und Sie können mit dabei sein. Einfach klicken und zuhören.

Für alle, die lieber lesen, haben Teil 1, 2 und 3 auch in Text übersetzt.

Bilder zum Podcast

Broschüre
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Broschüre: Blocking the chain
Konzernmacht und Big-Data-Plattformen im globalen Ernährungssystem, geschrieben von Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises)
Broschüre
Broschüre: Blocking the chain
Konzernmacht und Big-Data-Plattformen im globalen Ernährungssystem, geschrieben von Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises)
Smart Farming, Drohnen, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von neuen Gentechnikverfahren: Ist die Digitalisierung der Landwirtschaft tatsächlich das neue Wundermittel, um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den ...

Video-Interview: Konzernmacht in der Landwirtschaft 4.0 

Agrarkonzerne wie Bayer und Deere, aber auch Internetkonzerne wie Amazon und Google sind längst dabei, sich die Hoheit über die Digitalisierung der Landwirtschaft anzueignen. Durch Fusionen verfestigen sie ihre Dominanz nicht nur in einem Sektor, sondern an mehreren Schnittstellen entlang der Agrarlieferkette. Ihre Bemühungen werden durch politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland und anderswo unterstützt, die vor allem die Vorteile der Digitalisierung betonen und Investitionshemmnisse aus dem Weg räumen wollen.

Der Alternative Nobelpreisträger und Agrarexperte Pat Mooney beleuchtet diese Entwicklungen kritsich im Video-Interview, das INKOTA mit ihm geführt hat. Schauen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr darüber, wie Digitalisierung und Konzernmacht in der Landwirtschaft Hand in Hand gehen.

Mit dem Aufruf des Videos erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Daten an YouTube übermittelt werden und Sie die Datenschutzerklärung gelesen haben.

Pat Mooney, Träger des Alternativen Nobelpreises und Mitglied der ETC Group in Kanada zu Digitalisierung in der Landwirtschaft. Teil 1 von 3 

Die Arbeit des INKOTA-netzwerk e.V. zu diesem Thema wird durch die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, von der Stiftung Nord-Süd-Brücken, von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), aus Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert sowie durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Für die Inhalte ist alleine das INKOTA-netzwerk e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

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