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Almuth Berger

Ehemalige Ausländerbeauftragte des Landes Brandenburg

Die studierte Theologin Almut Berger ist dem INKOTA-netzwerk schon lange verbunden. Seit 1976 arbeitete sie als Pfarrerin in Magdeburg und Berlin und hatte über ihre Mitarbeit in der gesamtkirchlichen Friedensarbeit enge Kontakte zu INKOTA. Auch in der Ausländerarbeit – damals vor allem mit mosambikanischen Vertragsarbeitern – war Almuth Berger schon zu DDR-Zeiten engagiert und baute in Berlin das erste staatsunabhängige Begegnungszentrum für In- und Ausländer in der DDR (Cabana) auf. 1989 war sie Mitbegründerin der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“, die sich später mit anderen zum „Bündnis 90“ zusammengeschlossen hat, und arbeitete als Delegierte am „Zentralen Runden Tisch der DDR“ in der Arbeitsgruppe Ausländerfragen mit. 1990 wurde sie als Staatssekretärin und Ausländerbeauftragte der ersten und letzten unabhängigen DDR-Regierung berufen. Über zehn Jahre war sie Ausländerbeauftragte des Landes Brandenburg.

Über ihr Unterstützung für INKOTA sagt Berger: „Es gibt bei vielen Gruppen ein gutes Erbe aus der DDR-Zeit: der Einsatz für eine gerechtere Welt. Anstöße zu Solidarität entstanden damals kaum durch Reisen und Erlebnisse in südlichen Ländern. Sie kamen meist unmittelbar 'vor der Haustür' zustande: Frauen und Männer aus Mosambik, Kuba oder Vietnam, aus Chile, Nicaragua oder Südafrika – als Vertragsarbeitnehmer oder als politische Flüchtlinge in die DDR gekommen – lösten Fragen und Initiativen aus. Deshalb ging das Engagement für mehr Gerechtigkeit in anderen Ländern Hand in Hand mit dem Engagement gegen Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Rassismus im eigenen Land. Dieses Erbe möchte ich mithelfen, lebendig zu erhalten: die Situation von Migranten hier bei uns mit im Blick zu haben, wenn es um praktische Solidarität geht und andererseits Flüchtlingsschicksale verstehbar zu machen, indem ich Lebensbedingungen und Machtstrukturen ihrer Heimatländer kennen lerne und bekannt mache.“

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